Nachdem bereits vor längerem erste Benchmarks zu AMD neuer Highendkarte, der HD 2900XT aufgetaucht waren und vorgestern erste Reviews veröffentlich wurden, hat AMD die HD 2900XT gestern offiziell vorgestellt. Die HD 2900XT setzt auf die R600 GPU von ATi, die in 80nm gefertigt ist. Der R600 verfügt über 64 bzw. 320 Streamprozessoren, je nachdem mit welcher Sichtweite man an die Sache geht. Bei der HD 2900XT ist die GPU mit 740 Mhz getaktete. Die 512MB GDDR3 Speicher, die über ein 512 Bit großes Speicherinterface angebunden sind, takten mit 825 MHz.

Doch auch, wenn die HD 2900XT nun offiziell vorgestellt ist, lässt sich noch immer kein wirkliches Fazit zur Karte ziehen, da die Ergebnisse sämtlicher Reviews teilweise dch sehr unterschiedlich sind. Einer der Gründe hierfür ist vor allem der total vermurkste Launch mit massiven Treiberprobleme. Einige Websites benchen mit dem (total fehlerhaftem) Catalyst 8.36, einige weitere (wie Computerbase) mit dem 8.3740 und 3DCenter z.B. mit dem 8.3742 (wobei 3DC wohl ein der wenigen Seiten ist, die mit dem 8.3742 benchen).

Die Performance liegt mit dem 8.3740 ohne AAA/AF etwa 18% über der GeForce 8800GTS 640MB (Computerbase, bei 1280×1024). Mit AAA/Af fällt die Performance allerdings enorm ab. Mit dem 8.3742 sieht die Welt plötzlich ganz anders aus, wie auch Treibervergleich bei CB beweist . Hier kann die HD 2900XT in manchen Spielen plötzlich deutlich zulegen. Allerdings funktioniert, laut 3DC AAA (das beim 8.3740 scheinbar verbuggt und an der schlechten Leistung schuld ist) mit dem 8.3742 nicht. Anstelle des AAA komm EATM zum Einsatz (ein Mulitsampling Verfahren).

Bei 3DC wird „lediglich“ mit AA/AF gebencht. Hier ist die Leistung auch deutlich besser, und pendelt sich irgendwo zwischen 8800 GTS und 8800GTX ein. Insgesamt kann man also sagen, dass die Performance der Karte meistens über der 8800GTS liegt.

Doch wie steht es um die anderen Dinge bei der HD 2900XT? Die reine Performance ist schließlich nicht alles. Im Idle-Zustand bescheinigen beide Reviews der Karte den gleichen (3DC) oder einen etwas höheren (CB) Stromverbrauch als die 8800GTX. Unter Last ist der Stromverbrauch der HD 2900XT deutlich höher als bei der GTX. Wobei z.B. Hartware der Karte eine etwas genügsamere Natur bescheinigt (war die Grafikkarte hier womöglich nicht voll ausgelastet?). Neben dem Stromverbrauch ist aber wohl auch die Lautstärke höher als bei der 8800GTX, zumindest unter 3D Last soll die HD 2900XT wohl deutlicher wahrzunehmen sein. Zumal berichtet CB über Probleme mit der Lüftersteuerung, die im Idle wohl schon mal dazu neigt den Lüfter plötzlich hochzudrehen.

Das nächste große Thema ist die Bildqualität. Die AA Bildqualität ist laut beiden Reviews sehr gut und übertrifft das Niveau von nVidia. Allerdings liefern die beiden CFAA Modis Narrow Tent und Wide Tent ein unscharfes Bild. Der CFAA Modus Edge Detection arbeitet aber (falls er funktioniert) wohl sehr gut. Etwas uneins sind sich beide Reviews beim der Qualität des AF von ATIs R600. Computerbase befindet es qualitatives unter nVidia AF, da ATIs Lösung zu Flimmern neigt. 3DC hingegen sieht beide AF Varinaten auf einem gleichen Niveau.

Das Übertaktungspotenzial der Karte scheint übrigens sehr gut zu sein, so konnte CB die Karte immerhin auf 830/960 MHz übertakten.

Wie ihr sehr fällt ein abschließendes Fazit zu ATI HD 2900XT Karte sehr schwer. Selbst in diesen beiden Reviews gehen einige Aussagen etwas auseinander. Allerdings lassen sich doch erstmal ein paar Dinge festhalten. Die absolute Performancekrone bleibt definitiv bei nVidias GeForce 8800 Ultra. Dazu ist der Launch, aufgrund der massiven Treiberprobleme mächtig in die Hose gegangen. Hier sollte man bei AMD nachsitzen um es beim R650 besser zu machen. Abzuwarten bleibt nun, wie die Leistung mit kommenden Treiber aussieht und ob hier auch diverse andere Bugs (Lüftersteuerung usw.) behoben werden können. Außerdem sollte auch abgewartet werden, wie es sich nun mit der AAA-Problematik verhält. Angeblich soll es sich hier ja um ein Treiberproblem handeln (das mit dem 8.342 nicht gefixt wurde, da AAA durch EATM ersetzt wurde), allerdings halten sich auch einige Gerüchte, die sogar über ein möglichen Hardwaredefekt bzw. Bug spekulieren.

Sollte die HD 2900XT ihre Leistung zwischen der 8800GTS und 8800GTX bestätigen können, wäre die Karte für ihr Preis (ab ~ 350€ aufwärts, Stand 15.5) durchaus eine interessante Alternative, wenn man den mit dem hohen Stromverbrauch leben kann. Aber hier müssen wohl kommende Tests mit neuen Treibern abgewartet werden. Ebenso bleibt abzuwarten ob ATI die Bildqualität (für mehr Performance) nicht noch durch diverse Optimierungen senkt. ATI Fanboys können sich gerne jetzt ihre HD 2900XT sichern. Ebenso alle Technikfreaks, die einfach gerne alle testen. Jeder, der aber mit seiner Karte einfach nur spielen möchte, sollte entweder:

1) Mit dem Kauf warten und schauen, wie die HD 2900XT in 1-2 Monaten (mit neuen Treibern) dasteht

2) Jetzt eine 8800 GTS (vlt. sogar ab Werk übertaktet) kaufen.

Doch auch wenn der Launch seitens AMD gründlich verpatzt ist, hat es einen Vorteil. Auf dem Markt herrscht wieder etwas mehr Konkurrenz und die 8800GTS wird noch ein gutes Stück im Preis sinken.

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AMD ATi Radeon HD 2900XT Review bei Computerbase und 3DCenter

Am heutigen Tage ist es endlich soweit – sechs Monate nach dem Launch der Direct3D10-Generation von nVidia bringt der nunmehr zu AMD gehörende Grafikchip-Entwickler ATI den R600-Chip und damit seinen ersten Direct3D10-Grafikchip auf den Markt.

Zum Review bei 3DCenter (D)

AMD ATi Radeon HD 2900XT Review bei Computerbase und 3DCenter

Unabhängig in welcher Branche, Sport oder sogar im normalen Leben, wenn die zwei stärksten und größten Konkurrenten aufeinander treffen, gibt es immer ein regelrechtes Gerangel mit fairen oder manchmal auch eher weniger fairen Methoden. Jeder versucht der Beste zu sein und möchte den Gegner in allen Belangen übertrumpfen. Da man so jeweils zu Höchstleistungen angestachelt wird, ist dies in der Marktwirtschaft logischerweise keine schlechte Ausgangssituation:

Zum Review bei Computerbase (D)

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