Nach einigen Vorabbenchmarks und Vorabtests der GeForce 9600 GT hat nVidia die Karten gestern offiziell vorgestellt. Pünktlich zum Start hat Computerbase ein Review der neuen Grafikkarte veröffentlicht.

nVidia hat die technischen Eckdaten der GeForce 9600GT, im Vergleich mit der GeForce 8600 GT, deutlich verbessert. So wurde das Speicherinterface von 128 auf 256 Bit vergrößert, zudem hat die G94 GPU anstelle von 32 Shadereinheiten gleich 64 Shadereinheiten zur Verfügung. Des Weiteren verfügt der Chip über 16 ROPs, 32 TMUs und 32 TAUs. Die Referenztaktraten der GeForce 9600 GT liegen bei 650 MHZ GPU-Takt, 1625 MHz Shadertakt und 900 MHz Takt für die 512 MB GDDR3 Speicher. Einen genauen Vergleich der technischen Daten findet ihr bei PC-Treiber.Net.

Während die Performance der GeForce 8600 Serie insgesamt etwas enttäuschend war, sieht es bei der GeForce 9600 GT deutlich anders aus. Durch die stark verbesserten technischen Eckdaten des G94, der eine abgespeckte Version des G92 (8800 GT) darstellt, konnte die Performance deutlich gesteigert werden. Auf 1280×1024 ohne AA/AF ermittelte Computerbase durchschnittlich eine um 165% gesteigerte Performance, im Vergleich mit der GeForce 8600 GT. Somit liegt die GeForce 9600 GT in etwa auf dem Niveau der HD 3850 512 MB. Bei den DirectX 10 Spielen (D3D10) konnte nVidia, laut Computerbase, die durchschnittliche Performance, im Vergleich zur 8600 GT, um fast 200% steigern. Damit liegt die GeForce 9600 GT ~ 6% vor der HD 3850 512 und ~ 4% hinter der HD 3870.

Mit AA/AF wird der Trend der D3D-Spiele nochmals deutlicher. So liegt, laut Computerbase, die GeForce 9600 GT unter 1280×1024 mit 4xAA/16xAF ~ 171% über der GeForce 8600 GT. Auch AMDs HD 3850 512 und HD 3870 kann mit ~ 18% Vorsprung bzw ~3% Vorsprung für die 9600 GT geschlagen werden.

Auch in Sachen Leistungsaufnahme sieht es für die GeForce 9600GT insgesamt recht gut aus. Während die Karte unter Idle einige Watt mehr benötigt als die AMD HD 3800 Karten, so verbraucht die Karte unter 3D Last offenbar einige Watt weniger. Auch die von Computerbase ermittelten Übertaktungsergebnisse sind sehr ordentlich, so kann die GeForce 9600 GT auf immerhin 758/1805/1100 MHz übertaktet werden.

Ein großes Problem hat der Test von Computerbase allerdings, der die obigen Performanceangaben wieder etwas relativiert. Computerbase hat bei weitem nicht alle Karten mit dem neusten Treiber getestet. Während die 8800 GT noch mit dem Forceware 169.01 getestet wurde, wird die 9600 GT bereits mit dem Forceware 174.12 getestet. Auch die AMD HD 3800 Karten wurden keinesfalls mit dem neustem Catalyst Treiber getestet. Hierdurch ergeben sich teilweiße recht merkwürdige Ergebnisse, wie z.B dass die 9600 GT in COH schneller sein soll als die 8800 GT.

Doch trotz dem großen Ärgernis, der verschiedenen Treiberversionen lässt sich ein festhalten. Mit der GeForce 9600 GT hat nVidia endlich ein Gegestück zur AMD HD 3850 512. Insgesamt scheint die 9600 GT die HD 3850 sogar zu übertrumpfen und nimmt es teilweiße eher mit der HD 3870 auf. Hier bleiben aber weitere Reviews abzuwarten, da es, wie bereits erwähnt, einige Unstimmigkeiten in Sachen Treiber bei Computerbase, gibt.

HD 3850 oder GeForce 9600 GT?
Beide Karten haben sicherlich ihre Vor und Nachteile, wobei der einzige Vorteil für die HD 3850 aktuell der etwas geringere Idle Stromverbrauch ist. Interessant wird aber sein, wie sich die Preise beider Karten entwickeln. Aktuell (Stand 22.2.2008) sind beide Karten ~ 150€ lieferbar, somit wäre die 9600 GT der HD 3850 in vielen Fällen vorzuziehen. Sollte AMD, wie angekündigt, die Preise aber wirklich senken und womöglich sogar die HD 3870 gegen die 9600 GT ansetzten, könnte sich die Sache wieder ändern.

Aktuelle Peise des Produkts im Preisvergleich ermitteln!

GeForce 9600 GTOhne Zweifel, ATis Radeon-HD-3850-Grafikkarte schlug ein wie eine Bombe. Der kanadische Chipspezialist bot erstmals eine Direct3D-10-Grafikkarte im Preissegment um die 150 Euro an, mit der man nicht nur alle aktuelle Spiele flüssig in hohen Details darstellen, sondern auch des Öfteren noch Anti-Aliasing sowie die anisotrope Texturfilterung hinzuschalten konnte.

Zum Review bei Computerbase

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