Nach der GeForce 9800 GX2 hat nVidia heute auch die GeForce 9800 GTX ins Rennen geschickt. Die Neuerungen der Karte fallen aber nicht sonderlich bahn brechend aus, so wurde im Vergleich zur GeForce 8800 GTS 512 MB lediglich der GPU/Shader und Speichertakt minimal angehoben. Zudem unterstützt die Karte 3 Wege SLI (Triple SLI) und Hybrid Power (Hybrid SLI). Nähere Details zu den technischen Daten der GeForce 9800 GTX findet ihr auch bei PcTreiber.Net.

Werfen wir direkt einen Blick auf das Performancerating von Computerbase. Hier ist die GeForce 9800 GTX unter 1280×1024 knappe 4 % schneller als die GeForce 8800 GTS 512 und liegt in etwa auf dem Niveau der alten GeForce 8800 Ultra. Verglichen mit der Radeon HD 3870 X2 liegt die GeForce 9800 GTX durchschnittlich 15% zurück. Mit höherer Auflösung nimmt der Rückstand auf die 8800 Ultra und die HD 3870 X2 zu. Der Abstand zur GeForce 8800 GTS 512 bleibt in etwa gleich.

Mit bildqualitätssteigernden Features (Anti-Aliasing und Anisotropischer Filter) wird der Abstand zwischen der GeForce 8800 GTS 512 und der GeForce 9800 GTX etwas größer, was vor allem am höheren Speichertakt der 9800 GTX liegt. Die GeForce 8800 Ultra und die HD 3870 X2 rücken performacetechnisch sehr nahe zusammen. Interessant ist übrigens auch die Performance der alten GeForce 8800 GTX, die gerade mit AA/AF sehr nahe an die 9800 GTX herankommt und nur knappe 4-5% zurückliegt. In besonders hohen Auflösungen (2560) ist die 8800 GTX sogar deutlich schneller als die 9800 GTX.

In Sachen Leistungsaufnahme liegt die GeForce 9800 GTX unter Idle knapp über der GeForce 8800 GTS 512 und verbraucht knappe 10W weniger als die HD 3870 X2. Einen 2D Modus hat die 9800 GTX allerdings nicht, hierfür unterstützt die Karte Hybrid Power (entsprechendes Mainboard vorausgesetzt). Unter Volllast verbraucht die 9800 GTX immerhin gute 30W mehr als die 8800 GTS 512 und kommt somit fast an das Niveau der der GeForce 8800 GTX heran.

Verfügbar ist die GeForce 9800 GTX bereits um 250€, damit ist die Karte aber immer noch gute 60-70€ teurer als die GeForce 8800 GTS 512. Die geringe Mehrperformance der GeForce 9800 GTX rechtfertigt diesen Mehrpreis allerdings kaum. Auch die Features wie 3 Wege SLI und Hybrid Power rechtfertigen diesen Mehrpreis kaum. In vielen fällen sollte man die GeForce 8800 GTS 512 der GeForce 9800 GTX aufgrund des besseren Preises also vorziehen, erst ab einem Preis um 210-220€ kann die GeForce 9800 GTX wirklich interessant werden.

Interessante alternativen für die GeForce 9800 GTX sind sowohl die HD 3870 X2, die allerdings um die 300€ kostet als auch die alte GeForce 8800 GTX. Diese gibt es aktuell teilweiße bereits für ~ 230€ und ist somit gerade für Leute die auf hohen Auflösungen spielen möchten sehr interessant. Interessant könnte auch ein SLI Verbund aus 2 GeForce 9800 GTX Karten werden, dieser ist deutlich schneller als eine GeForce 9800 GX2, der Mehrpreis fällt allerdings nicht sonderlich hoch aus. Andererseits ist ein SLI Verbund aus 2 8800 GTS 512 Karten nochmals günstiger.

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Nachdem AMD die aktuelle Grafikkartengeneration von der Radeon-HD-2000- in die Radeon-HD-3000-Serie umbenannt hatte (ein Grund dafür war mit Sicherheit die zurecht nicht gerade positiv angenommenen Produkte der 2000er-Reihe), schien Nvidia in Zugzwang geraten zu sein. Und dies, obwohl die GeForce-8000-Serie mit Sicherheit keinen schlechten Ruf inne hatte – ganz im Gegenteil sogar. Denn kaum eine andere GPU-Generation war ähnlich erfolgreich wie die GeForce-8800-Familie, die selbst nach knapp anderthalb Jahren immer noch zu überzeugen weiß und der Konkurrenz tapfer Paroli bietet. Eine Namensänderung musste aber trotzdem her, anders kann man den Sprung zur GeForce-9000-Serie wohl kaum erklären.

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