Bereits vor langem haben wir über einen Test der nVidia GeForce 9500 GT berichtet. Expreview war damals an ein Vorserienexemplar gelangt und hatte einen entsprechenden Testbericht veröffentlicht. Heute hat nVidia (nach vielen Verzögerungen) die GeForce 9500 GT endlich offiziell vorgestellt. Grund genug einen Blick auf die finale Performance der Karte zu werfen.


Die nVidia GeForce 9500 GT basiert auf der G96 GPU, die wiederum ein Derivat der G92 GPU (8800 GT, 9800 GTX etc) ist. Bei den Hardwareeinheiten orientiert sich die G96 GPU an den Mainstreamkarten der GeForce 8 Generation, namentlich GeForce 8600 GT und GeForce 8600 GTS. So verfügt die Karte über 32 Shadereinheiten, 8 ROPs, 16 TMUs und 16 TAUs. Im Gegensatz zum G84 (8600 GT) der noch in 80nm gefertigt wurde, wird der G96 nun in 65nm und später 55nm gefertigt. Die Taktraten der GeForce 9500 GT liegen bei 550 MHz GPU Takt. Beim Speichertakt unterscheiden sich die Karten allerdings deutlich, da es sowohl DDR2 als auch GDDR3 Varianten gibt. Hier ist also Vorsicht geboten, die Varianten mit DDR2 Speicher können (je nach Takt) deutlich langsamer sein. Das Speicherinterface ist generell 128 Bit breit.

In Sachen Performance liegt die GeForce 9500 GT, trotz des etwas geringeren GPU-Taktes, meistens vor der GeForce 8600 GTS. Hier macht sich möglicherweise auch die etwas modernere Technologie der G9X Generation bemerkbar und auch der etwas größere VRAM-Speicher spielt hier sicherlich noch eine Rolle. Die Radeon HD 3650, AMDs Karte in dieser Preisregion, ist gute 20% langsamer als die GeForce 9500 GT. Alle drei genanten Karten sind allerdings nicht immer der in der Lage aktuelle Spiele mit hohen Details flüssig darzustellen. Die Karten sind also eher für Gelegenheitsspieler empfehlenswert oder die, die vor allem ältere Spiele spielen. Wer häufiger spielt wird erst in der Klasse ab Radeon HD 3850 (gute 80% schneller als GeForce 9500 GT) oder HD 4850 (189% schneller) wirklich glücklich.

Ganz ordentlich schlägt sich die GeForce 9500 GT dafür in Sachen Lautstärke und vor allem auch Leistungsaufnahme. Beim letzteren liegt die Karte in Regionen der Radeon Hd 3650 und GeForce 8600 GT, bei etwas höherer Performance. In Sachen Videobeschleunigung schwächelt die GeForce 9500 GT allerdings etwas, da nVidia anch wie vor nur auf den VP2 setzt. Hier bietet die Radeon HD 3650 die bessere HD-Videobeschleunigung.

Generell hat nVidia mit der GeForce 9500 GT eigentlich eine interessante Grafikkarte für den kleineren Geldbeutel auf den Markt gebracht. Die Performance sorgt zwar kaum für Jubelschreie, liegt aber im erwarteten Rahmen. Das größte Problem ist allerdins der Preis der Karte. Aktuell wird die GeForce 9500 GT für ~ 70€ geführt. Für den gleichen Preis oder einige Euro mehr bekommt man bereits eine Radeon HD 3850, die deutlich schneller ist. Eine Raden HD 4850, die wohl viele Gamer zufrieden stellen sollte, gibt es bereits für 60€ mehr. Für HTPC-Systeme ist die GeForce 9500 GT allerdings wohl nur eingeschränkt zu empfehlen, die Radeon HD 3650 bieten hier die bessere HD-Videobeschleunigung, aber die schwächere 3D Performance. Dafür bieten die Hd 3650 Karten, dank integrierten Soundchip, direkten HDMI Audio.

Update: Hier gibt es noch einen ganz interessanten Vergleich zwischen der HD 4650 und der GeForce 9500 GT.

Der wohl entscheidendste Showdown im Marktsegment der Grafikkarten ist mittlerweile geschlagen. Nvidia ist mit der GeForce GTX 280 sowie der GeForce GTX 260 voran geeilt, während sich ATi mit der Radeon HD 4870 und der Radeon HD 4850 ein klein wenig mehr Zeit gelassen hat.

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