Dein Link zu Reviews von PC-Hardware!
Gestern hat Google (praktisch als Geburtstagsgeschenk) einen eigenen Browser ins Leben gerufen – Chrome (Download). Damit möchte man auch im “Browsergeschäft” Microsoft und Co. das Leben schwer machen. Doch wie macht sicht Chrome nun? Wir nutzen den Browser bereits seit kurz nach dem Erscheinen der Beta Version und möchten unsere ersten Einrücke kurz schildern.
Der erste Eindruck von Chrome ist durchaus gut. Positiv fällt vor allem das sehr schlanke Layout und die relativ kurze Ladezeit auf. Vor allem durch die schmale Toolbar ist mehr von dem ersichtlich, was wirklich wichtig ist, die Webseite selber. Keine unnützen Funktionen, 1000 Buttuns oder Menüs. Die Benutzeroberfläche von Chrome kommt mit 8 Buttons und entsprechenden Untermenüs aus.
Die Farbgebung selber hier lassen sich in späteren Versionen aber hoffentlich die SKINs wechseln.
Beim “Browsen” setzt Chrome (wie fast jeder moderne Browser) auf Tabs, die über der Adressleiste angezeigt werden. Hier lassen sich quasi beliebig viele Tabs öffnen. Neue Tabs starten entweder, je nach Wunsch, direkt auf einer bestimmten Seite oder auf einer Übersichtsseite der beliebtesten Webseiten (ähnlich Opera).
Die Adressleiste dient im Übrigen gleichzeitig als Suchleiste für bestimmte Suchmaschienen, eine Idee die uns gut gefällt. Bei den Suschmaschienen ist man im Übrigen nicht an Google gebunden sondern kann auch weitere Suchmaschienen nutzen.
Auch Abseits der Benutzeroberfläche macht Chrome durchaus eine gute Figur, vor allem in Sachen Performance. Durch die virtuelle Maschiene “V8″, für Java Code, ist die Performance auf den ersten Blick ordentlich. Auf direkte Vergleiche mit der Konkurrenz möchten wir an dieser Stelle aber bewusst verzichten, da Chrome noch im Beta Stadium ist.
Eine kleine Besonderheit von Chrome ist übrigens auch, dass man jeden Tab in einen eigenen Prozess ausgliedert, was einige Vorteile (vor allem beim Ressourcenmanagment) mit sich bringt.
Aber natürlich ist im “Chromeland” noch nicht alles Gold was glänzt, so merkt man dem Browser in einigen Situationen seinen Betastatus noch durchaus an. So hatten wir hin und wieder mit Performanceproblemen durch Chrome (100% CPU Last) zu kämpfen. Zudem gab es Probleme bei Streaminangeboten (bspw. rtlnow), die nicht korrekt abgespielt wurden. Zudem fehlt es Chrome momentan an einer Möglichkeit, die mittlere Maustaste (durch klicken) zum Scrollen zu nutzen. Dazu gibt es auf einigen Webseiten noch Darstellungsfehler mit Chrome.
Angriff des Schnüffelimperiums?
Bei Datenschützern sorgt Google bereits seit längerem für Bedenken. Durch die Suchmaschiene selber, Google Analytics und Google Adsene ist man inzwischen auf vielen Internetseiten präsent und hätte durchaus die Möglichkeit sehr genau “Surfprofile” der Internetnutzer anzulegen, was Google natürlich dementiert.
Nun also auch noch ein Browser? Ganz von der Hand zuweisen ist die Möglichkeit, dass Chrome “nach hause telefoniert” und so unglaublich genaue Gewohnheitsprofile eines jeden Users anlegen könnte sicherlich nicht. Chrome soll allerdings komplett Open Source werden (der Quelltext also für jeden einsehbar). Hier hätte Google es sehr schwer entsprechende “Spyfunktionen” zu verbergen. Chrome hat in der aktuellen Betaversione allerdings bereits eine kleine “Spyfunktion” aktiviert, die unter Optionen – Details deaktiviert werden sollte.
Unser Ersteindruck von Chrome ist durchaus gut. Der Browser macht mit seinem Layout und auch der Performance einen guten Ersteindruck. In einigen Situationen merkt man ihm seinen Betastatus aber noch deutlich an. Daher empfehlen wir nur erfahrenen PC-Nutzer sich Chrome zum jetzigen Zeitpunkt einmal näher anzusehen. Wer weniger Erfahrungen im Umgang mit PCs hat, sollte Chrome in der Betaversion noch meiden und seinen momentanen Browser weiternutzen. Chrome könnte aber durchaus zu einer interessanten Alternative zum Internet Explorer und dem FireFox werden.
Was denkt Ihr über Chrome?
Update
Inzwischen häufen sich kritische Stimmen über Chrome, gerade in Zusammenhang mit dem Datenschutz. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie) rät offiziell von Chrome ab (nach einem Bericht der RP). Die Begründung ist ähnlich, wie unser Fazit. Aktuell ist Chrome noch nicht ausgereift (Beta Status!). Gearde wer nur eifnache PC-Kenntnisse hat, sollte Chrome in der Betaversion noch meiden. Auch in “Produktivumgebungen” und vor allem bei Onlinebanking etc. sollte Chrome vorerst nicht genutzt werden, über die genauen Gründe hat TG Daily einen interessanten Bericht veröffentlicht.
Verwandte Themen
Tags: Browser, Chrome, FireFox, Google, google chrome 100% cpu, google chrome browser review, google chrome mittlere maustaste, google chrome review, google chrome reviews, google tabs, Internet, Software Reviews
Ich hoffe, die *NIX / Linux Version lässt nicht soo lange auf sich warten.. würde Google Chrome auch mal gern unter Linux testen :)
[...] Google Chrome – Browser alá Google – ein Ersteindruck [...]
Hab es mal verlinkt.. ;)
[...] wird es wohl (oder übel) unter Android auch eine (Lite) Version des neu-veröffentlichen Chrome Browsers von Google geben. // [...]
Ich halte von dem chrom nicht viel bleibe bei dem fox
Und wieder ist Google einen recht großen Schritt weiter gekommen unser aller Daten und Geheimnisse besser auszuwerten um daraus Geld zu drucken. Aber off course “don’t be evil” ;)
@ Maddin
Ich gebe dir schon recht – Google ist natürlich kein Wohlfahrtsverein. Aber welche Firma ist es schon?
Ich denke, man sollte die Datenschutzrechtlichen Bedenken etc. nicht ganz außen vor lassen und sie zumindest immer mal im Hinterkopf behalten.
“Google Bashing” (scheint gerade mal wieder in Mode zu kommen) ist aber auch der falsche Weg. Wer seine Daten Schützen will muss konsequent sein und eifnach “offline leben”.
Mal sehen, wie es weitergeht mit Chrome..