Gestern hat nVidia mit der GeForce GT 430 die bisher kleinste Grafikkarte auf Basis der Fermi-Architektur mit Unterstützung von DirectX 11 vorgestellt. Wie bei allen Einsteigergrafikkarten liegt der Focus dieser Karte nicht auf maximale Leistung, sondern einen möglichst niedrigen Preis.

Die GeForce GT 430 basiert auf dem GF108, der auch im Mobile-Segment zum Einsatz kommt. Die Grafikkarte verfügt über 96 Shadereinheiten und 4 ROPs. Das Speicherinterface ist 128 Bit breit. Der GPU-Takt liegt bei 700 MHz, während die Shadereinheiten mit 1400 MHz takten. Die 1024MB GDDR3 Speicher takten mit 900 MHz. Weitere technische Eckdaten findet Ihr bei PCT.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Performance der Grafikkarte. Hierbei beschränken wir uns auf die Messungen ohne AA/AF, da die Geschwindigkeit der Karte für aktiviertes AA/AF generell nicht hoch genug ist. Computerbase sieht die GT 430 im Schnitt knappe 15% hinter der Radeon HD 5570. Dabei liegt die GT 430 knappe 9% vor der Radeon HD 5550. Hierbei beziehen wir uns auf die Ergebnisse bei einer Auflösung von 1280×1024. Bei Techpowerup sieht man die Performanceunterschied zwischen der Radeon HD 5570 und der GeForce GT 430 deutlich knapper, demnach ist die AMD Karte im Schnitt nur 5% schneller. Entsprechend sieht man den Abstand zwischen der HD 5550 und der GT 430 auch entsprechend größer.

Interessant ist auch ein Test von Hardwarecanucks. In diesem hat man sich mit der Leistung der GeForce GT 430 als PhysX Beschleuniger beschäftigt. In Mafia 2 kann durch den Einsatz einer GeForce GT 430 die Framrate (mit APEX high) gegenüber dem Betrieb ohne PhysX-Karte deutlich gesteigert werden. Im Vergleich zum Betrieb mit einer GeForce GT 220 als PhysX Karte erreicht die GeForce GT 430 allerdings kaum Mehrleistung. Der Aufpreis lohnt daher nicht.

Am interessantesten dürften aber sicherlich die Messungen zur Leistungsaufnahme einer solcher Karte sein. Hier sind unter anderem die Ergebnisse von PCGH interessant, die die Leistungsaufnahme der Karte ohne zusätzliche Komponenten messen.  Demnach verbrauchte das getestete Modell von ASUS unter Idle mal gerade 7 Watt und somit deutlich weniger als die GT 220 und Radeon HD 5570. Unter 3D Last verbraucht die GT 430 aber mehr als die Radeon HD 5570. Sehr gut ist die Leistungsaufnahme der Karte, laut CB, aber bei der Blu-ray-Wiedergabe. Hier verbraucht man weniger als vergleichbare AMD Karten. Man sollte aber beachten, dass die Leistungsaufnahme je nach Umsetzung der Boardpartner variieren kann.

Die Lautstärke der Karte ist hingegen nicht wirklich zu werten. Jeder Hersteller schickt unterschiedliche Karten ins Rennen. einige der Modelle sind passiv gekühlt und entsprechend lautlos. Es gibt allerdings auch eine Reihe aktiv gekühlter Karten, wobei die Kühllösungen stark abweichen. Daher ist es wichtig sich Test der jeweiligen Karten des Herstellers anzusehen.

Nun stellt sich die Frage – wie ist die Karte zu werten? In Sachen 3D Leistung und Leistungsaufnahme fällt sie hinter die Raden HD 5570 zurück. Vorteile hat die Karte bei der Leistungsaufnahme unter Idle und der Blu-ray Wiedergabe. Ein Vorteil der Karte ist zudem die Unterstützung für 3D-Blu-ray Wiedergabe. Das der Preis in diesem Leistungssegment aber (fast) alles ist, gilt es auch diesen kurz anzusehen. Aktuell sind erste GeForce GT 430 Karten ab ca. 70€ gelistet. Die Radeon HD 5570 Karten wechseln ab ca. 60€ den Besitzer.
Wer einfach nur eine billige Grafikkarte zum Spielen sucht, sollte daher die AMD Radeon HD 5570 vorziehen. Der Griff zur GT 430 ist eigentlich nur für HTPC-Systeme interessant, wo die Karte durch die geringe Leistungsaufnahme während der Blu-Ray-Wiedergabe punkten kann.

Verwandte Themen

Tags: , , , , ,